inmusic
Recital 4
Kathrin Schmidlin, Klavier, Clara Schumann gewidmet
˅
Programm:
CLARA SCHUMANN GEWIDMET
Woldemar Bargiel (1828-1897) Aus Drei Charakterstücke op. 8
I Allegro appassionato
Vinzenz Lachner (1811-1893) Zwei Klavierstücke op. 52
I Impromptu
II Tarantella
Johann Peter Emilius Hartmann (1805-1900) Aus Fantasistykker op. 54
I Allegro poco moderato pastorale
II Allegretto capriccioso
III Canto marziale religioso
IV Allegro molto assai
Stephen Heller (1813-1888) Deux Tarantelles op. 85
Johannes Brahms (1833-1897) Gavotte von C. W. Gluck
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Aus Sechs Lieder ohne Worte op. 62
I Andante espressivo
III Andante maestoso
V Venetianisches Gondellied
VI Allegretto grazioso
Eduard Bernsdorf (1825-1901) Aus Drei Intermezzi. Die Libellen op.10
III Allegro con grazia
Bedřich Smetana (1824-1884) Aus Črty (Sketches) op. 4
II Idyla (Idyll)
III Vzpomínka (Souvenir)
IV Vytrvalá snaha (Persistent Endeavour)
Elisabeth von Herzogenberg (1847-1892) Aus Acht Klavierstücke
VIII Allegro appassionato
In ihrer einzigartigen Eigenschaft als weit gereiste, zur k.k.Kammervirtuosin ernannte Pianistin, als Komponistin, Klavierpädagogin und Herausgeberin verkörperte Clara Schumann (-Wieck) die bedeutendste deutsche Musikerin des 19.Jahrhunderts. Clara Josephine Wieck setzte ihre als Wunderkind begonnene pianistische Karriere nach der Heirat (1840) mit Robert Schumann fort und trat nachher als Interpretin und Komponistin unter dem Namen Clara Schumann auf, der im Folgenden verwendet wird.
Mit ihrem virtuosen Klavierspiel regte die Musikerin an die dreissig Komponisten zur Entstehung von Werken an, die ihr gewidmet, jedoch nur vereinzelt von ihr ins Repertoire aufgenommen wurden. Sie setzte sich hauptsächlich für Bach, Beethoven, Robert Schumann und Brahms ein, um den von ihren hier vorliegenden Zeitgenossen Felix Mendelssohn Bartholdy und Stephen Heller nur ein paar wenige Klavierstücke regelmässig in Konzerten zu spielen.
Die Aargauer Pianistin Kathrin Schmidlin macht uns mit der vorliegenden Auswahl mit teilweise vergessenen Werken von romantischen Komponisten bekannt. Die Vielfalt der Formen widerspiegelt sich in Charakterstücken, Tänzen, Liedern ohne Worte, Variationen, Fantasiestücken und Skizzen.
Die Schweizer Pianistin Kathrin Schmidlin hat sich auf Werke von Komponistinnen spezialisiert.
Ihr Debütalbum Frauenstimmen, das 2021 zusammen mit der Cellistin Anna Fortova anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Schweizer Frauenstimmrechts veröffentlicht wurde, erschien beim renommierten Schweizer Label Claves Records. Diese CD, die Werke von Komponistinnen enthält, erhielt viele positive Kritiken in der internationalen Fachpresse. So wurde sie unter anderem von France Musique als Disque du jour ausgezeichnet und beim New Yorker Klassikradio WQXR in die Liste The Best Albums of the Month aufgenommen.
Im Frühjahr 2022 folgte ihr Solo-Album Opus 1 feminin, ebenfalls bei Claves Records erschienen. Diese Einspielung vereint Erstlingswerke von acht Komponistinnen für Klavier solo und erntete ebenfalls ein breites internationales Medienecho. Sie wurde vom MDR zum Album der Woche gekürt und erhielt in der französischen Zeitschrift Diapason die Auszeichnung mit vier Stimmgabeln.
Im Juni 2025 erschien ihr mittlerweile drittes Album „Clara Schumann gewidmet“ bei Claves Records als Doppel-CD.
Bereits 2017 führte Kathrin Schmidlin den gesamten Klavierzyklus „Das Jahr“ von Fanny Hensel im Museum am Dom in Trier auf. Anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann spielte sie 2019 mehrfach deren Klavierkonzert in a-Moll.
Konzertauftritte führten sie unter anderem nach München in die Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität, nach Paris, nach Bayreuth in die Klaviermanufaktur Steingräber & Söhne, nach Gladbeck zum Forum Deutscher Musikhochschulen, ans Theater Basel, nach Sils Maria sowie zum Menuhin Festival in Gstaad.
Kathrin Schmidlin studierte bei Karl-Andreas Kolly an der Zürcher Hochschule der Künste, bei Wolfgang Manz an der Hochschule für Musik Nürnberg sowie bei Tobias Schabenberger an der Hochschule für Musik Basel. Sie ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe und war Stipendiatin der Bachwoche Ansbach. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie von Henri Sigfridsson, Aleksandar Madžar, Brigitte Meyer, Konstantin Lifschitz und Hartmut Höll.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Kathrin Schmidlin vielseitig: Sie war Vorstandsmitglied der European Piano Teachers Association Schweiz und unterrichtete an der Musikschule Konservatorium Zürich. Ab August 2025 leitet sie eine Klavierklasse an der neu gegründeten Kantonsschule in Stein, ist als Expertin an Schweizer Kantonsschulen tätig und studiert Psychologie an der Fernuni Schweiz.
Sofatalk nach dem Konzert
Eintritt: Fr 30/15